Welchen Anteil die erbliche Anlage und welchen die Erziehung am Verhalten eines Menschen hat, ist zwar nach wie vor umstritten. Fest steht allerdings: Wer seinen Kindern ein positives Vorbild vermittelt, kann die kindliche und jugendliche Anfälligkeit für Gewalt deutlich vermindern. Mit den nachfolgenden Tipps tragen Sie also zu einer möglichst gewaltfreien Sozialisation Ihres Kindes bei.
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Pflegen Sie einen gewaltfreien Erziehungsstil.
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Üben Sie mit Ihrem Kind gewaltfreie Konfliktlösungsstrategien ein.
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Lenken Sie die Energie Ihres Kindes in sportliche, musische oder
sonstige Tätigkeit um. Ihr Kind braucht die Möglichkeit, sich körperlich
auszutoben. Vor allem aber braucht es Anerkennung und Erfolgserlebnisse.
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Geben Sie Ihrem Kind die Chance, bei gemeinsamen Unternehmungen die
eigenen Kräfte auszuloten und Grenzbereiche zu erfahren.
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Unterstützen Sie Ihr Kind dabei, seine Zukunft zu planen und eine
positive Lebenseinstellung zu finden.
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Lernen Sie die Menschen kennen, mit denen Ihr Kind Umgang pflegt. Helfen
Sie ihm dabei, Freunde zu finden, in Vereinen Fuß zu fassen und
Beziehungen zu anderen Personen aufzubauen.
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Sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber, welche Auswirkungen Gewalttaten für
das Opfer, aber auch für den Täter haben.
- Sollte Ihr Kind einmal mit einer Gewalttat in Verbindung gebracht werden, so wenden Sie sich nicht von ihm ab. Unterstützen Sie es vielmehr dabei, wieder Tritt zu fassen, und geben Sie ihm die Chance zu einem Neuanfang. Denken Sie daran: Erfahrungsgemäß markieren die meisten Verfehlungen von Kindern und Jugendlichen ein entwicklungstypisches Stadium im Reifungsprozess, das sich im Laufe der Zeit wie von selbst wieder verliert.
Bitte beachten Sie außerdem:
Weitere Tipps und Hinweise finden Sie in den Broschüren "So schützen Sie Ihr Kind" und "Wege aus der Gewalt", die vom ProPK herausgegeben wurde und kostenlos bei den (Kriminal-)Polizeilichen Beratungsstellen zu beziehen ist. Rat und Hilfe erhalten Sie überdies bei Ihrem Jugendamt und seinen Erziehungsberatungsstellen.
Als kompetente Ansprechpartner empfehlen sich auch die Jugendsachbearbeiter bzw. Jugendbeauftragten Ihrer Polizei. Dort nennt man Ihnen auch die nächsten außerpolizeilichen Beratungsstellen.