Welche Gefahren gibt es?
Snuff-Videos
Der Begriff „Snuff”-Video leitet sich ab vom englischem Verb „to snuff out” ([jemanden] „umbringen“, [eine Kerze] „ausblasen“, [ein Leben] „auslöschen“).
Videos dieser Art sind im Internet zu finden und können über einschlägige Webseiten sowie über Tauschbörsen heruntergeladen werden. Die Inhalte dieser Dateien reduzieren sich meist auf kurze, zusammenhangslose Tötungsdarstellungen. Dabei handelt es sich entweder um Ausschnitte von Film-/Video-Produktionen oder um Dokumentationen tatsächlicher Tötungen – wie Enthauptungen, Steinigungen, Verbrennungen- Leichenschändungen, etc. Diese werden regelmäßig von Terroristen oder Kriegsmilizen im Internet veröffentlicht – im Wissen, dass „naive“ Betrachter diese Filme herunterladen, in Umlauf bringen und so (un-)gewollt die eigene Propaganda unterstützen.
Happy Slapping
Der Begriff „Happy Slapping“ stammt ebenfalls aus dem Englischen und bedeutet „fröhliches Einschlagen“. Hierzu nutzen die Täter Handys mit integrierter Kamera, um zuvor geplante oder wahllos durchgeführte Gewalttaten zu filmen – immer mit der Absicht, diese Videos später im Internet zu verbreiten oder per Kurzmitteilung (MMS) zu versenden.
Die vorhandene Gewaltbereitschaft unter Kindern und Jugendlichen hat vielfältige Gründe. Das Klima in der Klasse, der Schule oder der Clique kann ein entsprechendes Verhalten begünstigen. Nachweisbar ist ein Zusammenhang mit dem häufigen Konsum gewalthaltiger Computerspiele, Video- und Fernsehfilme sowie von TV-Shows. Als Motiv für „Happy Slapping“ gilt das Bedürfnis, sich mit „Extremhandlungen“ zu brüsten und diese „Heldentaten“ als „Videobeweise“ zu dokumentieren.

Bild: pixelquelle.de
Können Handyverbote helfen?
Natürlich kann es keine Patentrezepte gegen die Gefährdungen durch neue Medien geben.
Handyverbote sollten das letzte Glied in einer Kette aufeinander abgestimmter Maßnahmen darstellen. Vielmehr gilt es, alle Möglichkeiten der Vorbeugung auszuschöpfen, um es erst gar nicht zu derartigen Straftaten kommen zu lassen und junge Menschen vor Sanktionen der staatlichen Strafverfolgung zu bewahren. Die intensive Aufklärung über den verantwortungsvollen und sicheren Umgang mit Mobiltelefonen, zu Strafbarkeiten sowie über eine eigenverantwortliche Nutzung der besagten Medien ist generellen Verboten vorzuziehen.
So ist es die Aufgabe von Eltern, Lehrern und anderen Erziehungsverantwortlichen, auf junge Menschen durch ihr eigenes Vorbild und ihr Wissen im Umgang mit den neuen Medien positiv einzuwirken.




