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Schlechte Geschäfte für Einbrecher

Systemmeldungen:

11.11.2008

Dunkle Jahreszeit ist Einbruchszeit. Schadensbilanz im Jahr 2007 bei Gewerbeobjekten belief sich auf knapp 330 Millionen Euro. Neue Medien der Polizei informieren Gewerbetreibende über Einbruchschutz.

Stuttgart – Die Polizei hat ihr umfassendes Beratungsangebot zum Thema Einbruchschutz erweitert: Speziell für Gewerbetreibende verteilt sie jetzt ein neues Faltblatt mit wichtigen Hinweisen zum Schutz gegen Einbruch in Gewerbeobjekte. Denn durch umsichtiges Verhalten und mithilfe geeigneter Sicherheitsvorkehrungen, wie mechanische Sicherungen, Einbruchmeldeanlagen sowie personelle und organisatorische Maßnahmen lassen sich hohe Schäden reduzieren. Ausführliche Informationen dazu erhalten Gewerbetreibende außerdem in der zum Faltblatt gehörenden Broschüre „Schlechte Geschäfte für Einbrecher“. Das Medium kann im Internet unter www.polizei-beratung.de im Bereich Vorbeugung -> Diebstahl & Einbruch heruntergeladen werden. Speziell für Hausbesitzer hält die Polizei zudem eine brandneue, interaktive CD mit umfangreichen Tipps zum Schutz vor Einbruchdiebstahl unter www.polizei-shop.net bereit. Denn: Sicherheit beginnt immer in den eigenen vier Wänden.

Insbesondere jetzt in der dunklen Jahreszeit sind wieder vermehrt Einbrecher auf Beutezug. Dabei sind nach den Erfahrungen der Polizei immer wieder auch Gewerbeobjekte wie Gaststätten, Lager- und Produktionshallen, Handwerksbetriebe oder Ladengeschäfte Ziel der Diebe. Allein für das Jahr 2007 weist die bundesweite Polizeiliche Kriminalstatistik rund 118.200 Fälle von Diebstahl aus Dienst-, Büro- und Lagerräumen aus sowie 39.481 erfasste Fälle von Diebstahl aus Warenhäusern, Verkaufsräumen und Selbstbedienungsläden (ohne: Ladendiebstähle). Betroffen sind dabei nicht nur abgelegene Gewerbegebiete „auf der grünen Wiese“ oder unbewohnte, nachts menschenleere Büro- und Geschäftshäuser der Innenstädte, sondern auch Objekte inmitten bewohnter Gebiete. Gerade diese sind leider häufig zu wenig gesichert.

Meist haben es die Einbrecher auf Warenbestände, Bargeld, Maschinen, Büroausstattung oder sonstige hochwertige Ausrüstungsgegenstände abgesehen. Daneben wird häufig auch die Einrichtung zerstört oder beschädigt, oder wichtige Geschäftsunterlagen und Daten gehen verloren. Der Schaden ist dabei immens: Im Jahr 2007 belief er sich insgesamt auf 327.635.876 EURO. Was häufig nicht bedacht wird: Einbrecher lassen sich oft schon durch einfache, aber höchst wirkungsvolle technische Sicherungen von ihrem kriminellen Vorhaben abhalten. Immer wieder macht die Polizei die Erfahrung, dass Täter an Sicherungstechniken, wie zum Beispiel Einbruchmeldeanlagen oder mechanischen Sicherungen, scheitern. Dies gilt speziell in gewerblichen Bereichen. Denn häufig sind Einbrecher nicht gut ausgerüstete „Profis“, sondern Gelegenheitstäter.

Einen klaren Beleg für die Wirksamkeit geeigneter Sicherheitsmaßnahmen sehen die Experten der Polizei in der Zahl der misslungenen Einbrüche: Bei nahezu einem Drittel aller Fälle blieben Einbrecher im vergangenen Jahr erfolglos. Dies bedeutet im Umkehrschluss jedoch, dass zwei von drei Versuchen zu einem vollendeten Einbruch führen. Vielen Gewerbetreibenden sind diese Gefahren und mögliche Folgen eines Einbruchs nicht bewusst. Die Polizei rät daher unter anderem:

  • Mechanische Sicherungen stehen an erster Stelle. Grundvoraussetzung sind ausreichend stabile Wände, Decken und Böden. Zudem sollten geprüfte einbruchhemmende Türen und Fenster eingebaut werden.
  • Rollläden eignen sich, am Besten innenseitig montiert, zur nachträglichen Sicherung von Türen, Ganzglastüren, automatischen Schiebetüranlagen, Durchgängen und Schaufenstern.
  • Einbruchmeldeanlagen erhöhen das Entdeckungsrisiko des Täters. Für die Installation sollten nur qualifizierte Errichterunternehmen beauftragt werden. In vielen Bundesländern bekommt man bei den (Kriminal-) Polizeilichen Beratungsstellen einen entsprechenden Adressennachweis.
  • Licht wirkt auf Einbrecher abschreckend, allerdings ersetzt die Beleuchtung allein keine technischen Sicherungen. Auch eine Einfriedung, z.B. eine Mauer oder ein Zaun, hat eine nicht zu unterschätzende Barrierewirkung.
  • Mit den (Kriminal-)Polizeilichen Beratungsstellen bietet die Polizei bundesweit einen besonderen Beratungsservice. Die Fachberater der Polizei stellen, ggf. auch vor Ort, Schwachstellen fest und machen konkrete Sicherungsvorschläge. Die Adresse Ihrer Beratungsstelle vor Ort finden Sie unter www.polizei-beratung.de unter Rat & Hilfe -> Beratungsstellen.
  • Speziell Hausbesitzern bietet die Polizei jetzt eine interaktive CD mit umfangreichen Tipps zum Schutz vor Einbruchdiebstahl unter www.polizei-shop.net.

Weitere umfassende Informationen zum Thema Einbruchschutz gibt es im Internet unter www.polizei-beratung.de/einbruchschutz. Hier können auch die Medien zum Thema heruntergeladen werden.


Die Medien in der Übersicht

Faltblatt, Broschüre und CD-ROM, erhältlich unter: www.polizei-beratung.de 

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