Neue Betrugsmasche: Anrufer täuscht Unfall im Ausland vor
03. November 2008
Tatzeit: -
Tatort: bundesweit
Die Polizei mahnt zur besonderen Vorsicht, wenn Anrufe von angeblichen Familienangehörigen eingehen, die sich offenbar im Ausland befinden und wegen einer Unfallregulierung dringend Geld benötigen.
Den Opfern wird vorgetäuscht, dass ihr Verwandter einen Unfall mit hohem Sach- und Personenschaden verursacht habe. Zur Regulierung dieser Angelegenheit werden Sofortzahlungen von mehreren tausend Euro gefordert. Als Rückrufnummer geben die Täter meistens eine litauische Pre-Paid-Nummer an. In einigen Fällen wurde auch eine litauische Festnetznummer genannt. Dort meldet sich dann jeweils ein angeblicher Polizeibeamter, der den Sachverhalt bestätigt. Dieser prophezeit bei Nichtzahlung eine erhebliche Haftstrafe für das Familienmitglied. Zum Teil wurde den Opfern auch suggeriert, dass die betroffenen Familienmitglieder selbst am Telefon sind und dringend Hilfe einforderten. Während der Telefonate wurde geschickt erfragt, wie viel Bargeld auf die Eile beschafft werden könne.
Landesweit ist es bereits zu mehreren vollendeten und versuchten Trickbetrügereien gekommen. Die Geschädigten stammen aus dem osteuropäischen Ausland. Als „Geldabholer“ werden Personen benannt, die sich zufällig in der Bundesrepublik aufhalten. Zum Teil wurden die Telefonate so lange geführt, bis der Kurier an der Tür klingelte.
So schützen Sie sich vor dieser Betrugsmasche:
- Fragen Sie beim Telefonat nach persönlichen Daten/ Erlebnissen, die nur Ihr Verwandter beantworten kann.
- Rufen Sie die übliche Nummer des Verwandten an.
- Ziehen Sie im Zweifelsfall Familienmitglieder oder die Polizei hinzu.
- Übergeben Sie niemals Geld an Personen, die Sie nicht kennen.
Weitere Informationen erhalten Sie bei der zuständigen Polizeidienststelle oder im Notfall unter 110.




